Nun war die D-Tour bereits das zweite Mal in ihrer Neuauflage in Kassel und es war ein klasse Samstag. Das Wetter perfekt für die Profis, die Luftaufnahmen von Nordhessen und Kassel atemberaubend und die Atmosphäre mit den zig Zuschauern einfach phänomenal. 

Unser Vereinsbeitrag: mehrere engagierte Streckenposten, unser Stand auf dem Friedrichsplatz und Noah und Roman als Kommissäre beim Bundessichtungsrennen der weiblichen U17 im Zielwagen. Während die beiden bereits um 9:30 Uhr gebrieft wurden und sich auf ihr Rennen vorbereiten konnten, fing der Standaufbau um 11:30 Uhr an. Pünktlich zum Mittag war dann alles bereit. Joshi und Ole ließen die freie Rolle qualmen und machten mächtig Radau, und das ZG Zelt strahlte mit dem super Wetter um die Wette. Schließlich waren auch unsere Alt-Internationalen am Stand und verteilten fleißig Flyer. Klasse.

Im Zielwagen wurden derweil Rundenprotokolle geschrieben und Noah durfte die „heilige“ Tour-de-France-Glocke bei den Sprintwertungen bedienen. Die Absprachen im Kommissärskollegium waren gut, alles lief stressfrei. Lediglich nach dem Zieleinlauf war es einige sehr wenige Minuten wuselig, da die Superkameras mit 6000 Bildern pro Sekunde leider die Rückennummern der Fahrerinnen nicht 100 %ig erfassen konnten. Aber auch das klärte sich sehr schnell auf, wir hatten ein 1a-Ergebnis. Übrigens ein toller Sieg von der Italienerin Elena D’Agnese. Wobei: Vielleicht sollten Edda Biberle und die anderen Deutschen es bei der nächsten Austragung mit einem längeren Sprint versuchen. Die kurzen Dinger hatten die Italienerinnen bereits in den Vorjahren ebenso in der Tasche. 

Dann der Sprint der Profis. Huiuiui, war das nun regelwidrig, oder was? Selbst nach mehreren Zeitlupen überlegten wir – mittlerweile vor der Großbildleinwand draußen stehend –, wie das wohl ausgehen würde. War der Geschwindigkeitsüberschuss von Danny van Poppel so groß, dass seine Schlenker keine wesentliche Beeinträchtigung für die anderen waren? Die Jury entschied sich dagegen, Auslegungssache eben.

Schließlich noch der Abbau und die letzten Gespräche am Stand – tausend Dank an die vielen ZG-Helfer, ohne die der Auf- und Abbau nicht geklappt hätte. Und danke an Stadt und Ausrichter für die Chance, den Radsport hier in Nordhessen so gut in Szene setzen zu können.