Kurz Anlauf genommen und zack vom Planeten Nordhessen schnell nach Niedersachsen katapultiert. Weniger spektakulär als zum nächsten Himmelskörper, aber noch ausreichend aufregend, schließlich stand der Abschlusslauf zum ersten CX-Cup Niedersachsen in Lehndorf auf dem Programm. Und zumindest die Strecke mit ihren vielen Kratern erinnerte dann doch etwas an das große, runde Ding am Himmel – nur war es wesentlich matschiger.
Durch den Schlamm wurden die Waldpassagen technisch echt anspruchsvoll. Und wenn man nicht sofort die richtige Linie fand und dazu noch einen Tick zu spät antrat, stand man am Boden eines Waldkraters und fand sich im zähen Matsch wieder; dann war Laufen angesagt. Insgesamt aber lief das Rennen bei schickem Wetter erneut bestens organisiert ab.
Kürzer oder nicht?
In der U13 war Maxi mit dabei. Die Vorgabe eigentlich recht simpel: An den Start gehen, gewinnen und einen Pokal für den Gewinn der Serie mit nach Hause nehmen. Und so ging Maxi das Rennen auch an. Schnell war in der ersten Runde klar, dass er das Ding gewinnen würde. Dann aber der entscheidende Fauxpas. Mitten im Wald war das Flatterband zerrissen und lag am Boden. Wohin nun? Maxi irrte zum nächsten abgeflatterten Abschnitt, Band hochgenommen, wieder auf die Strecke. Sinnvolle Idee, nur kostete ihn das am Ende den Tages- sowie den Gesamtsieg, denn die Kommissäre sahen das als unerlaubtes Abkürzen an und setzten ihn zurück auf Rang 4. Was ein Ärger für Maxi. So kam es, dass am Ende „nur“ der zweite Platz für ihn heraussprang.
Was sagt man da? Schade, dass sich die Kommissäre nicht selbst ein Bild von der Situation im Wald gemacht haben? Hätten wir das anders entschieden? Wie dem auch sei, Maxi lernt daraus: Nicht sofort alles in Grund und Boden fahren. Erst mal schauen, wie die Strecke so ist, um dann in Runde zwei alle zu rasieren. Das wird, da sind wir uns sicher.
Girls just want to… ihr wisst schon
Bei den Frauen in der Mastersklasse waren unser Cross-Dreamteam Nicole und Steph am Start. Sonnenschein Steph würde wahrscheinlich selbst unter widrigsten Bedingungen noch jede Menge Spaß am Fahren haben und fand als 5. den Weg ins Ziel, während Nicole ein wenig mit sich und der Strecke haderte. Gleich mehrere Abflüge kosteten viel Zeit und am Ende stand Platz 6 auf der Ergebnisliste. Das ganz klare Fazit: Große Klasse gemacht, Mädels. Schön, dass ihr so regelmäßig auf den Rennen zu sehen seid.
Werfen wir einen Blick auf die Gesamtergebnisse
Jakob und Niklas standen in den ersten beiden Rennen am Start und landeten in der Elite der Männer auf den Plätzen 10 und 11. Julian kommt mit einem Start auf Platz 24.
In der Elite der Frauen war Lydia im ersten Rennen dabei und beendet die Serie damit auf Platz 9.
Masters Frauen: Hier reicht es für Nicole zu einem sehr schönen Platz 4 und Steph landet auf Platz 9.
In der U17 gewinnt Gustav zwar Rennen 1, fehlt aber bei den restlichen. Daher Platz 5 in der Endabrechnung für ihn. Und wie geschrieben: Platz 2 für Maxi in der U13.
