Es war mal wieder so weit: Der UCI Enduro World Cup machte Halt in Leogang, und mit ihm die Crème de la Crème des Mountainbike-Sports. Und mittendrin: Silja, die sich in einen sensationellen Platz 12 erkämpfte – ihr bestes Ergebnis bisher!
Wetter: Wenn der Himmel die Strecke regiert
Schon am Trainingstag zeigte sich Leogang von seiner wilden Seite: Dauerregen, eisiger Wind und Temperaturen, die eher an den Herbst als an den Juni erinnerten. Die Strecke? Nass, rutschig, wurzelig und steil – ein Albtraum für die einen, ein Traum für die anderen. Die Fans am Streckenrand lieferten trotzdem eine Gänsehaut-Atmosphäre und feuerten die Fahrer:innen an, als gäbe es kein Morgen.
Silja ging konzentriert ans Werk. Stage 1 lief solide, Stage 2 sogar noch besser: Sie kämpfte sich auf Platz 16 vor. Dann der Moment, den niemand braucht: Ein Sturz in einer Wurzelsektion auf Stage 3, der sie wertvolle Sekunden kostetet. Doch Silja ließ sich nicht unterkriegen. Sie zeigte, was in ihr steckt und holte sich auf Stage 4 sogar eine Top-10-Platzierung.
Nach insgesamt sieben harten Stunden im Sattel überquerte sie die Ziellinie – überglücklich auf Platz 12.
Was kommt als Nächstes?
Jetzt heißt es: Kräfte sammeln und Blick nach vorne richten. Der nächste World Cup in La Thuile wartet schon. Und eines ist sicher: Silja hat bewiesen, dass sie zu den Besten gehört – egal, was das Wetter oder die Strecke ihr in den Weg wirft. Entsprechend klar ist für uns: Karla Kolumna war gestern, Silja Spektakula ist heute. Kann mal bitte jemand einen Heldinnen-Comic für Silja zeichnen?
Fotos von Rick Schubert, danke sehr.
