Beim Traditionsrennen in Melle hatte es Leevke mit einer Übermacht an Mitkonkurrentinnen zu tun. Sieben der 15 Starterinnen im Frauen Elite Rennen kamen vom Rennteam Team MaxWatt Women. Da war die Renntaktik, der Rennverlauf und das vermutliche Ergebnis quasi vorbestimmt. So verliefen die ersten 10 Runden denn auch erwartungsgemäß: Eine Fahrerin des Teams wurde nach vorn geschickt, der Rest machte hinten im Feld „dicht“. Einen unfreiwilligen Strich durch diese Rechnung machten allerdings die gemeinsam gestarteten U17 Fahrer.

Durch eine Unachtsamkeit eines Juniors kam es zu einem folgenreichen Massensturz. Leevke steuerte geschickt um das Gewirr von Sportlern und Material und war fortan auf Platz 5 im Rennen. Allerdings wurde das Rennen wenig später wegen der Einsätze der Rettungswagen auf der Strecke unterbrochen. Nach dem Neustart – nur unter Vorgabe der ehemals Führenden – spielten die MaxxWatt Mädels ihr taktisches Spiel weiter und schickten weitere Fahrerinnen nach vorne. Keine der übrigen Einzelstarterinnen konnte dieser Dominanz Einhalt gebieten. Im Schlußspurt war Leevke der direkte Weg zur Ziellinie leider etwas verbaut, so dass Platz 11 eigentlich nicht richtig ihre Leistung belegt. Aber vor allem sturzfrei und mit zwei weiteren Bundesligapunkten ist sie sehr zufrieden. Extrem gut, Leevke, weiter so.

Im anschließenden Masters 4 Rennen hatte es Hans-Jürgen mit zahlreichen ehemaligen und dem aktuellen Deutschen Meister der Rennklasse zu tun. Die ehemaligen waren wie üblich an den schwarz/rot/goldenen Ärmelstreifen zu erkennen. Viktor Slavik von der MT schlug dennoch allen ein Schnippchen und fuhr im Solo zum Sieg. Hans-Jürgen belegte den achtbaren 13. Platz.

In der Amateurklasse vertraten Paul Haubrich, Christoph Bröcker und Hendrik Reuter die blau-gelben Farben. Wie immer in Melle: großes Feld, ständige Attacken und schnelles Rennen. So stand am Schluß der 63 km ein wahnsinniger 46er Schnitt auf dem Tacho, bei dem Paul Platz 20, Christoph den 22. und Hendrik den 25. Platz von insgesamt 42 platzierten Fahrern errangen. Wie sagt der Franzose: Chapeau! Wir ziehen den Hut.