Im Wald von Bornheide ging es erneut familiär-kuschelig auf die Cross-Strecke. Die RRG Osnabrück veranstaltet das Rennen im Rahmen des Weser-Ems-Cups immer ganz unkapriziös und ehrlich. Schade, dass die Sturmwarnung Holger, Leevke und Steph den Leihwagen im Voraus hat canceln lassen – sieht man wieder, wie wichtig ein Vereinsbus sein kann … Dennoch waren unsere Farben gut vertreten. In der U15 war Mattis am Start seines zweiten Cross-Rennens, Mios Premiere fand in der U17 statt und dazu waren noch Joshi in der Elite und Andreas bei der M3 mit dabei. 

Die Strecke ist ja erfahrungsgemäß eher eine schnelle XC-Runde fürs MTB, aber mit den Crossern klappt das auch einwandfrei. Trotz des massiven Regens im Voraus präsentierte sich die Runde als insgesamt ausgezeichnet fahrbar und weit weniger matschig, als befürchtet. Los ging’s also für Mattis und Mio. Beide machten ihre Sache ganz, ganz prima. Mattis legt schon eine tolle Dynamik an den Tag, da fehlt nur noch ein wenig die Technik, damit es so richtig flutscht. Aber das kommt, keine Frage. Mit einem tollen Platz 4 von zehn Startern war das eine eindrucksvolle Leistung. Auch Mio durfte mit seiner Premiere mehr als zufrieden sein. Er setzte seine Kraft klasse ein, aber auch hier fehlt noch die für das Cross so wichtige Technik, um geschmeidig und schnell über den Kurs zu kommen. Dazu hatte er ordentlich Respekt vor der Aufgabe in der größeren U17 machte dabei aber alles richtig, nicht im Harakiri über die Strecke zu brettern. Denn merke: Die schnellste Runde ist die, in der man auf dem Rad bleibt und nicht im Gras auf Maulwurfsjagd geht. Platz 6 von 8, starke Leistung. 

Joshis Cross-Ambitionen sind in dieser Saison etwas aus dem Fokus geraten, aber: Schon sein zweiter Start im Weser-Ems-Cup, bei dem er auf das Gesamtergebnis schauen will. Bei seinem Start in Bad Essen landete er auf Platz 11, in Osnabrück stand für ihn am Ende Platz 14 auf dem Papier. Und da in der Männer-Elite schon echt schnelle Jungs am Start sind, sieht das auch für Joshi ganz ordentlich aus. Wir drücken die Daumen, dass er sich weiter in die Cross-Saison reinbeißt, dann sind im Dezember und Januar noch bessere Resultate zu erwarten. Aber alles gut, kein Druck, Hauptsache, er hat Spaß. 

Apropos Spaß, den hatte Andreas in der Masters 3 auf jeden Fall: „Hallo Roman, endgeiles Rennen, auch weil der Hagel erst nach dem Rennen kam.“ Andreas ist bekanntermaßen ein ausgesprochener Spaßfahrer, der alles mitnimmt, was bei drei nicht abgesperrt ist. In Bad Essen kam er auf Platz 13, hier war es dann Platz 16. Ein exzellenter Einsatz von ihm; finden wir ganz große Klasse.