Bei den Weltmeisterschaften im MTB-Enduro im italienischen Finale Ligure hat Silja wieder alles gegeben. Zum dritten Mal in Folge durfte sie in schwarz-rot-gold dabei sein und auch Eröffnungsfeier genießen.
Genießen war dann auf der Strecke eher relativ. 76 km, 2.200 Höhenmeter und sechs knallharte Stages – die Strecke war kein Zuckerschlecken. Steine, Felsen und jede Menge Gegenanstiege machten das Rennen zu einer echten Herausforderung. Dazu noch die Zuschauer aus 32 Nationen, die die Fahrerinnen und Fahrer wie verrückt anfeuerten – eine fantastische Atmosphäre.
6 Stunden volle Power
Silja startete voller Motivation, denn sie wusste: Hier geht es ans Eingemachte. Die erste Stage war ein echter Downhill über 900 Höhenmeter – und das in nur 19 Minuten. Die Transferzeiten waren knapp, aber Silja kämpfte sich durch und blieb im Zeitfenster.
Nach drei weiteren Stages kam die Stage 5 – lang, anspruchsvoll und mit richtig vielen Gegenanstiegen. Der krönende Abschluss: Eine Stage, die vom Gebirge direkt ans Mittelmeer führte. Nach sechs Stunden im Sattel erreichte Silja das Ziel – erschöpft, aber glücklich auf Platz 34. Nicht das Ergebnis, das sie sich erhofft hatte, aber ein toller Saisonabschluss und eine Erfahrung, die sie so schnell nicht vergessen wird.
Ein historischer Moment für Deutschland
Doch der Tag gehörte nicht nur Silja: Raphaela Richter schrieb Geschichte! Sie holte den Weltmeistertitel nach Deutschland – ein Riesenerfolg für den Endurosport und eine riesige Motivation für alle Frauen im MTB-Bereich.
Fotos von Rick Schubert, grazie mille.


