Es muss nicht immer Kaviar sein, manchmal sind die einfachen Dinge die Besten. Also ging es für die U17 + Anhang auf ein Trainingswochenende in Nordhessen.
Samstag stand die ganz große Runde an. Konrad war leider krank, so gingen Ole und Finn auf die Reise; begleitet von Niklas, der dabei auch noch seinen Spaß hatte. Roman hatte fiesen Kram rausgesucht: „Alter, du hast jeden Huppel in die Route eingebaut, den du finden konntest, oder?“, fragte ein belustigter Niklas nach etwa 40 Kilometern. Ole war bis dahin noch entspannt und sein Redeschwall sollte auch die nächsten 60 Kilometer nicht enden. Finn dagegen sah schon so aus, dass sich Roman fragte, wann er ihn denn in den Besenwagen einpacken würde.
In einer großen Schleife ging es von Kassel aus über Guxhagen und Gensungen nach Melsungen. Danach weiter nach oben nach Hessisch Lichtenau und im Anschluss eine weitere Schleife, um nicht direkt in Waldkappel zu landen. Getränke wurden aus dem Auto angegeben, eine weitere Pause sollte es erst auf dem Meißner geben. Niklas mahnte dazu, durchzufahren.
Wunderschöne Straßen gab es dann nach Waldkappel zu bestaunen. Niemand mehr auf der Gasse, teils feinster Asphalt, dazu ein klasse Wetter. Schließlich kam Vockerode und von dort der Aufstieg auf den Meißner. Das war echt ein Stück richtig harte Arbeit für die Jungs, und das Beste: Finn fährt und fährt und fährt. Er sieht immer so aus, als würde er es nicht schafften, und doch lässt er sich einfach nicht abschütteln. Ein echter Zocker. Und Ole ganz trocken auf dem Meißner: „… bin auch nicht all-out gefahren“ – allgemeines Gelächter. Nach einer tollen Abfahrt führte die Strecke über Friedrichsbrück und Kaufungen, um dort noch Gustav aufzugabeln. Der musste ja noch Vorbelastung fahren.
Das Grillen nach 137 Kilometern und mehr als 2200 Höhenmetern hatten sich dann alle verdient – ja klar, trainingstechnisch war das nicht wirklich zielführend, sollte es aber auch nicht. Mio zeigte noch sein super schickes Retro-Projekt und wenn Roman nicht um 20 Uhr zum Aufbruch gebeten hätte, wäre wohl niemand nach Hause gefahren.
Am Sonntag dann Teil zwei des Wochenendes. Ole, Finn, Niklas und Jan machten sich in entspanntem Tempo auf nach Züschen. Von dort nach Naumburg ist die Strecke einfach optimal zum Zeitfahren und mit knapp 10 Kilometern einfache Strecke ist das eine perfekte Länge. Roman packte mit Mio und Finn II zwei U15er ins Auto. Die beiden durften sich von Züschen nach Naumburg warmfahren, den Rückweg galt es dann mit Attacke und Zeitnahme zu bewältigen. Unser älteres Quartett durfte sich auf den 20 Kilometern beweisen und Niklas sein Zeitfahrmaterial testen. Am Ende gingen alle mit ihren Rädern auf die entspannte Heimreise. Ein echt gutes Wochenende, das gerne wiederholt werden darf.