Cross in Erfurt – immer eine ganz besondere Geschichte. So ist das Rennen vom Gute Laune Sport e. V. immer exzellent organisiert. Eine tolle Strecke, die gerade für Edeltechniker für jede Menge Spaß sorgt, gute Starterfelder in allen Klassen sowie Alarmstufe Dunkelrot, was die frenetische Anfeuerung angeht. Bengalos, Fahnen und eine brüllend laute Boombox in der Fanzone. Fantastisch. Ob die FahrerInnen vor lauter Rauch überhaupt das Hindernis früh genug sahen?
In diesem Jahr hatten wir nahezu ausschließlich Neu-Crosser in Blau-Gelb am Start. Den Anfang machte Ole in der U17. Leider muss er schon in dieser Klasse starten, wir hätten uns gewünscht, dass er noch ein Jahr Welpenschutz in der U15 hätte genießen dürfen – aber so ist das nun mal, kann man nix machen. Ole machte seine Sache sehr gut, hatte immer eine kleine Gruppe, an die er sich hängen konnte, und die sich in der Führung abwechselte. Klar war noch der ein oder andere Rutscher und Auf-dem-Gras-Lieger dabei, aber insgesamt lief es wirklich gut und gleichmäßig für ihn. Am Ende kommt er auf Platz 25 von 35. Ole ist erstklassig motiviert und fokussiert im Rennen, darauf kann er aufbauen. Dicker Daumen hoch von uns für ihn.
Im Anschluss die Masters Frauen. Hier hatten Nicole und Steph ja erst vor Kurzem ihre Lizenz gezogen, um ganz konsequent das Ding in Erfurt zu fahren. Nicole war augenscheinlich ein wenig aufgeregt und textete Roman zu, ob die Klamotten denn richtig gewählt wären, wie das mit dem Luftdruck wohl ist und was ein Mist, dass sie die Strecke nicht im Voraus gefahren ist … „Was mache ich hier bloß?”. Während Steph das Ganze mit einem breiten Grinsen im Gesicht zur Kenntnis nahm, ging es auch schon zum Start. Und was sollen wir berichten? Es lief super für die beiden. Gerade Nicole ging es beherzt an, während Steph auf ihren großen „Motor“ zählen konnte. Wer auf dem Gelände bisher nicht wusste, dass es eine gut zwei Meter hohe (und ebenso lange) Passage zu Start/Ziel gab, der wusste es spätestens nach Nicoles lautem „Aaaaaahh“ beim Herunterfahren. Ging aber alles gut und beide kamen unversehrt ins Ziel. Steph durfte danach das Podium auf Platz 3 abrunden und Nicole lag 40 Sekunden dahinter. Habt ihr beide toll gemacht, bravo.
Danach die Männer Masters 3 mit insgesamt fünfundzwanzig Startern. „Das ist mein Rennen” sagte Jürgen im Anschluss – und das sah man auch während des Rennens. Vom Start weg fuhr Jürgen souverän seine Runden, immer in einem guten Tritt und mit viel Grip unter den Reifen; sehr flüssig. Bei Holger hingegen konnte man schon in der ersten Runde sehen, dass er sich wirklich quälen musste. Gut, dass er das immer prima hinbekommt. Am Ende kommt Jürgen in der Runde des Siegers mit einem Abstand von 7:28 Minuten als toller 15. ins Ziel, während bei Holger eine Runde weniger auf dem Tableau und Platz 17 stehen. Erstklassiger Einsatz, die Herren.
In der Elite-Klasse der Männer waren Jakob, Niklas und Simon für unsere Farben am Start. Jakob hat jede Menge Power in den Beinen, er erwischte einen richtig guten Start und versuchte auch im weiteren Rennverlauf alles, um nicht durchgereicht zu werden. Das klappte gut und am Ende landete er mit gleicher Rundenzahl zum Sieger, nur rund acht Minuten dahinter, auf einem sehr ordentlichen 14. Platz. Dahinter kam mit einem Rundenminus Niklas auf Platz 15. „Blöde Strecke, kaum ein Teil zum Drücken, viel zu langsam und zu viel Technik”, meine er dazu. Sieht man mal wieder, wie verschieden die Meinungen zu Strecken sind. Auch Simon war in diesem Chor mit dabei. „Da fahr ich schon mit 400 Watt und denke, ich stehe”, entfuhr es ihm leicht frustriert. Am Ende ein DNF. Schade, denn Roman hatte im Hau-Ruck-Einsatz noch zwei Minuten vor dem Start sein Vorderrad gewechselt. So ist das Cross-Lebene eben. Kopf hoch, Jungs. Wird besser. Garantiert.