Herrje Maxi und seine Hardcore-Einstellung „Pokal oder Spital“. Letztes Wochenende gab es beides, denn Maxi ist auch von Schmerzen und blutenden Wunden nicht aufzuhalten – gewinnen ist Trumpf. Irgendwann müssen wir mal über die korrekte Selbstwahrnehmung sprechen – gerät die nämlich aus dem Ruder, wird’s übel. Aber: alles noch mal gut gegangen, Maxi wusste, was geht.
Der vorletzte Lauf des MTB Hessencups 2026 und die Hessenmeisterschaft im XCO fand in der Nähe des Jagsschlosses Platte bei Wiesbaden statt. Für die Kenner unter euch Lesern: schickes Rennen und Strecke, oder? Für die Kurzen der U13 begann der Tag mit einer Technikprüfung, dieses Mal in Form eines Slaloms, bei dem die Fahrer und Fahrerinnen einen abgesteckten Parcous mit steilen Abfahrten, Kurven und Hindernissen passieren mussten. Maxi startete als letzter Fahrer, also in umgekehrter Reihenfolge der aktuellen Hessencupwertung, antreten. Konzentriert fuhr er an und meisterte die Strecke so schnell, sodass er sogar im Jahrgang U15 den zweiten Platz erreicht hätte. Miit solch einem Slalom-Sieg in der Tasche ließ es sich schon etwas entspannter ins Rennen gehen.
Dieses folgte dann am Mittag. Nach dem Startschuss ging es auf die 2,5 Runden, Maxi zog gleich am Anfang das Tempo an, um möglichst schnell einen Vorsprung herauszufahren. Gesagt, getan…doch er nahm eine Steilabfahrt im Startloop so schnell, dass er über den Lenker ging und seine Führungsposition verlor. Tapete ab, Lenker verbogen und in den Bauchraum bekommen… echt nicht schön. Doch wer Maxi kennt, weiß, dass er ein klares Ziel vor Augen hatte – Hessenmeister 2026. Daher nahm er mit zahlreichen Blessuren und technischen Einschränkungen das Rennen wieder auf und schaffte es auch noch, als erster ins Ziel zu fahren. Sieger im Hessencup, Hessenmeister, unglaublich. Danach ging’s aber nicht aufs Podium, sondern unmittelbar in die Klinik zum Check: alles dran, alles ganz, alles gut. Puh…

