Sonntag, Sonne, alle glücklich: So darf es gerne immer sein. Das zweite (Trainings-)Rennen zum Alpecin OWL‑Nachwuchscup stand auf dem Programm der blau-gelben FahrerInnen. Die 800-Meter-Runde lag direkt vor dem Paderborner Fußballstadion; ausreichend Platz also und dazu super erreichbar.
Nachdem Hansi schon eine Parkplatz-Liege für Roman mit dem Handtuch freigehalten hatte, die ersten Hände geschüttelt und Worte gewechselt waren, ging es familiär-kuschelig zur Anmeldung. Alles sehr stressfrei und übersichtlich, ideal gerade für NeueinsteigerInnen.
Nach dem Auftaktrennen für die kompletten Neulinge, wurde es ernst für Emil in der U11. „Hätte ich den doch lieber das Rennen vorher starten lassen sollen?“, fragte sich Vater Hansi. Emil interessierte das weniger, er fuhr ein schickes Rennen und kam glücklich ins Ziel.
In der U13 war erneut Maxi am Start. Klare Sache wieder für ihn. Er kann solche Trainingsrennen dazu nutzen, an seiner Technik auf dem Rad zu feilen: ruhiger auf dem Rad sitzen, Tret-Ergonomie beachten, Kurven fahren. Letztlich ein souveräner Sieg.
Zoe hatte ihre Freundin Emma aus Schotten in der U13w mit dabei. Noch nicht ganz wieder bei 100 % nach einem Infekt, musste Zoe einige Runden kämpfen, bis sie ihren Rhythmus gefunden hatte. Dann fuhr sie mit Emma gute Wechsel über die gesamte Distanz und auf der Zielgeraden hatte Zoe die Nase vorn. Prima Einsatz der beiden Mädels.
Danach waren Mattis (U15) und Ole (U17) am Start. Und beide machten ihre Sache sehr gut. Das erste Rennen für Mattis mit nur einer Vorgabe: Spaß haben, schauen, wo man Windschatten bekommen kann – alles andere als leicht in einem gemischten Feld. Zur Halbzeit kristallisierte sich heraus, dass eine U17-Fahrerin ein ideales Hinterrad bot. Mattis fuhr konzentriert und auf einer guten Linie und versuchte sogar kurzzeitig durch das Feld zu stechen und die Nase in den Wind zu halten. Dazu immer hellwach, das hat auch beim Zusehen Spaß gemacht.
Und Ole? Der überraschte mit richtig guter Rennübersicht an diesem sonnigen Vormittag. In der Anfangsphase fuhr er das Feld auseinander, nahm raus und reihte sich wieder ein. Im Verlauf des Rennens zog er immer wieder seine Gruppe an, um rechtzeitig die Führung abzugeben und die anderen zum Mitmachen zu animieren. Leider war man sich etwas zu uneinig, um den attackierenden Führenden wieder einzuholen und so war es die letzten 20 Runden ein Rennen im Rennen. Platz 1 war längst vergeben, und als nach einer Überrundung noch ein Fahrer das Hinterrad des Führenden halten konnte und beide weg waren, ging es für Oles Gruppe noch um Platz 3. Flott ging es in die letzten drei Runden und schließlich versuchte es Ole in der letzten Runde von vorn. Warum auch warten, und es auf den Sprint mit einer größeren Gruppe ankommen lassen? Richtige Entscheidung also. Auf den letzten 50 Metern gingen Ole die Beine auf, nicht schlimm. Platz 6 am Ende ist definitiv gut, und noch viel besser sein Verständnis für das Rennen. Applaus für diese Leistung.
Danke an die RG Paderborn für eine schicke, familientaugliche Veranstaltung.







