{"id":5124,"date":"2021-12-21T15:08:00","date_gmt":"2021-12-21T15:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zweirad-kassel.de\/?p=5124"},"modified":"2021-12-21T15:08:00","modified_gmt":"2021-12-21T15:08:00","slug":"aru-oder-eiscreme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rvmedia.de\/index.php\/2021\/12\/21\/aru-oder-eiscreme\/","title":{"rendered":"Aru oder Eiscreme?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer Ende September in Niestetal-Sandershausen sein Eis essen wollte, der stand bei der beliebten <a href=\"http:\/\/www.eiscafe-sardegna.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" title=\"Eisdiele Sardegna\">Eisdiele Sardegna<\/a> vor verschlossenen T\u00fcren. Der Grund: Inhaber Familie B\u00f6er war geschlossen aufgebrochen, um Gian-Luca beim Radrennen <strong>Giro Sardegna<\/strong> in der Heimat von Mutter Lucia zu unterst\u00fctzen. Statt Vanille, Schokolade und Stracciatella drehte sich sechs Renntage alles um schnelle R\u00e4der und Ex-Profi Fabio Aru, der die Veranstaltung begleitete. Vor dem Schwei\u00df auf Sardinien aber galt es, die Vorbereitungen zu meistern. An erster Stelle das Thema Schule, diese musste von diesem speziellen Vorhaben \u00fcberzeugt werden. Gut, dass man ein offenes Ohr bei Dr. Sch\u00f6ppner, Schulleiter des <a href=\"https:\/\/www.fg-kassel.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" title=\"Friedrichsgymnasiums Kassel \">Friedrichsgymnasiums Kassel <\/a>fand und es eine L\u00f6sung daf\u00fcr gab, wie der Lehrstoff nachgearbeitet werden konnte. Schlie\u00dflich kennt man sich beim \u00e4ltesten Kasseler Gymnasium mit Wettkampfsport und seinen Besonderheiten bestens aus. Dann r\u00fcckte die Technik in den Blickpunkt. Sechs schwere Etappen am St\u00fcck, da muss auf die Rennmaschine einhundert Prozent Verlass sein. Ren\u00e9 Wehnhardts Team von <a href=\"https:\/\/baikschopp.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" title=\"Mauers Baikschopp\">Mauers Baikschopp<\/a> lieferte die schnelle Radtechnik, die&nbsp; Gian-Luca sicher \u00fcber die Rundfahrt brachte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf <strong>Sardinien<\/strong> angekommen, blieb nur wenig Zeit sich mit den hohen Temperaturen anzufreunden. Ein kurzes Einrollen am Samstag und dann Sonntag um 9: 30 Uhr Aufbruch zur ersten Etappe. Hier galt es f\u00fcr Gian-Luca, den Fokus auf die eigene Leistungsf\u00e4higkeit unter den <strong>knapp 200 Fahrern<\/strong> zu richten und sich nicht sofort herausfordern zu lassen. Und der Tag lief f\u00fcr den j\u00fcngsten Teilnehmer des Feldes sehr gut. Nach 2:46 Stunden kam er in seiner Gruppe ins Ziel. Jetzt galt es zu regenerieren und bereits die zweite Etappe im Blick zu haben. Diese war dann wie f\u00fcr Gian-Luca gemacht, ein Einzelzeitfahren \u00fcber 16 Kilometer mit 240 H\u00f6henmetern, alles andere als flach. Im Ziel stand lediglich ein R\u00fcckstand von 5 Minuten zum Tagesbesten auf dem Zettel, das motivierte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es folgte die \u201e3-Seen-Etappe\u201c zum Laghi dell\u2019Interno mit 75 Kilometern. Auch an diesem dritten Tag lief es f\u00fcr Gian-Luca gut. Das Material hielt, die Beine waren gut, noch einmal 20 Minuten auf den Schnellsten verloren, aber kein Grund f\u00fcr schlechte Laune, denn bereits auf der 4. Etappe sollte es wieder perfekt f\u00fcr ihn laufen. Erneut ein Zeitfahren, dieses Mal im Team. Und dass Gian-Luca beim Einzelzeitfahren richtig flott unterwegs war, hatte man auch beim Team <strong>Corratec<\/strong> registriert. Dort musste man das Team spontan mit weiteren Fahrern besetzen, um die Chancen im Gesamtklassement zu wahren. Kurzerhand sprang Gian-Luca mit ein, f\u00fcllte das Team auf und verhalf auf der sehr anspruchsvollen Strecke seinen Teamkameraden zu einer exzellenten Zeit, die zwei der Fahrer im Gesamtklassement auf das Podium bringen sollte. Ein so harter Tag kostete die ber\u00fchmten K\u00f6rner, das zeigte sich bei der vorletzten Etappe. Auf den 85 Kilometern kam es zu zahlreichen Anstiegen, die insgesamt 1600 H\u00f6henmeter ausmachten. Eine kr\u00e4ftige Brise vom Meer kam den Fahrern entgegen und die Sonne brachte das Thermometer auf 30 Grad. Nur irgendwie ins Ziel kommen, lautete das Motto. Nach knapp drei Stunden war auch dies geschafft. Ein weiteres Mal hie\u00df es Kraft tanken und sich schnell regenerieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzte Etappe \u00fcber knapp 1000 H\u00f6henmeter bei nur 25 Kilometern L\u00e4nge war ein Bergfahren. Gian-Luca gab noch einmal alles und fuhr im Gesamtklassement auf einen hervorragenden 75. Platz, in seiner Kategorie sogar auf <strong>Platz 11<\/strong>. Am Ende einer eindrucksvollen Rundfahrt noch ein Foto mit <strong>Fabio Aru<\/strong> und schon ging es wieder in den Flieger zur\u00fcck nach Hause. Am kommenden Tag stand schlie\u00dflich noch mit dem Bilstein-Marathon ein Mountainbikerennen zum Ausfahren auf dem Programm. Apropos Ausfahren: Dieses Rennen gewann Gian-Luca in der U19 sogar trotz aller vorherigen Strapazen. \u201eDer Giro Sardegna war extrem anstrengend, hat aber auch sehr viel Spa\u00df gemacht\u201c, so Gian-Luca. \u201eUnd n\u00e4chstes Jahr komme ich wieder, versprochen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Ende September in Niestetal-Sandershausen sein Eis essen wollte, der stand bei der beliebten Eisdiele Sardegna vor verschlossenen T\u00fcren. Der Grund: Inhaber Familie B\u00f6er war geschlossen aufgebrochen, um Gian-Luca beim Radrennen Giro Sardegna in der Heimat von Mutter Lucia zu unterst\u00fctzen. 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