{"id":4958,"date":"2021-10-13T13:18:47","date_gmt":"2021-10-13T13:18:47","guid":{"rendered":"https:\/\/zweirad-kassel.de\/?p=4958"},"modified":"2021-10-13T13:18:47","modified_gmt":"2021-10-13T13:18:47","slug":"frauen-auf-bergen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rvmedia.de\/index.php\/2021\/10\/13\/frauen-auf-bergen\/","title":{"rendered":"Frauen auf Bergen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"kt-adv-heading_b37a54-34 wp-block-kadence-advancedheading\" data-kb-block=\"kb-adv-heading_b37a54-34\">Der Bericht zum Gipfelsturm von Nicole<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie alles begann:&nbsp;Jasmin fragte mich: \u201eHey, meine Freundin Marion organisiert eine Radreise in den Pyren\u00e4en. Hast du Lust mitzukommen.\u201c&nbsp;Meine Antwort: \u201eSchaffe ich das?\u201c Jasmin sagte: \u201eJa\u201c. Also sagte ich zu.&nbsp;&nbsp;Als dann aber die Reisebeschreibung kam, dachte ich mir nur: Was habe ich getan? Aber f\u00f6rdern und fordern sind mein Motto. Also ging es am Freitag, dem 6. August 2021, in Richtung Girona los. Von 15 Grad leichter Nieselregen in 30 Grad Sonnenschein; in Frankfurt stie\u00df Marion dazu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir starteten in Girona am 7. August 2021 mit einem lockeren Einrollen, so jedenfalls der Plan. Locker war allerdings nach 20.000 Schritten Sightseeing durch die herrliche Altstadt, diversen Kaffee-Stopps und dem Wetterwechsel nichts. Dennoch war es eine sch\u00f6ne, wellige und kurze Runde zum Einrollen. Am Samstagabend trafen wir dann die gesamte Gruppe. Marion hatte die Reise mit ihren drei Studienfreunden organisiert und jeder konnte noch eine oder zwei Personen einladen. So kamen wir insgesamt auf neun TeilnehmerInnen. Sonntagmorgen sollte es um 9 Uhr losgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">P\u00fcnktlich um 9:30 Uhr ging es an den Start unserer ersten Etappe nach Castellar de n\u2019Hug. 115 km mit 2280 hm. In 3 Wellen ging es bei \u00fcber 30 Grad \u00fcber kleine Stra\u00dfen und den Coll de Santigosa sowie den Coll de la Creueta nach oben. Dort angekommen musste ich erst mal eine eiskalte Coke trinken und ahnte bereits, dass ich ab jetzt wohl an jedem Radtag die beste Cola meines Lebens trinken werden w\u00fcrde. Castellar de n\u2019Hug selbst war klein und verf\u00fcgte nur \u00fcber sehr eingeschr\u00e4nkte \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten, aber die fantastische Eisdiele und das leckere ortstypische Abendessen machten dies locker wett.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:48% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zweirad-kassel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/PXL_20210809_115951473.MP_-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4974 size-medium\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen starteten wir mit dem Abschlussteil des Coll de la Creueta (1888 m). Bereits um 9 Uhr herrschten hohe Temperaturen. Oder war es eher die Steigung von zu Beginn an \u00fcber 10 %, die uns zum Schwitzen brachte? Wahrscheinlich beides. Aber es er\u00f6ffnete sich bereits auf der Auffahrt ein unbeschreiblicher Blick in die Weite des Tales. Nach einer langen Abfahrt folgte die Fahrt nach Frankreich und nach dem \u00dcberqueren des Collada de Tosses gab es einen leckeren Lunch an einem See. Es gab S\u00fc\u00dfes &amp; Saures. Pau organisierte jeden Tag regionalen K\u00e4se und Wurst, Baguette sowie regionale Fr\u00fcchte und kleine K\u00fcchlein; die Chips waren eher international.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Pause ging es Richtung Ax-les-Thermes \u00fcber den Col de Pailleres (2001 m). Die durchschnittliche Steigung gab Pau mit 7,9 % auf 9 km an. Es zeigte sich bereits hier: Vertraue niemals der durchschnittlichen Steigung. Bei gef\u00fchlten 30 Grad im Schatten zeigte sich, dass dieser Anstieg einen dahinschmelzen l\u00e4sst. Aber auch hier wurde man mit einem sagenhaften Ausblick belohnt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 36%\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zweirad-kassel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_20210812_144401-225x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4972 size-medium\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tag 3 wurde mit 100 km bei 1800 hm als Erholungsetappe ausgelobt. Nachdem es erst 20 km bergab gegangen war, ging es anschlie\u00dfend 25 km zum Col de Lers bergauf. Auch hier h\u00f6rten sich zun\u00e4chst 25 km bei 4 % Steigung harmloser an, als es war, oder wie Michael nach 12 km mit durchschnittlicher Steigung von 2 % sagte: \u201edie echte Mutti kommt erst noch\u201c. Und sie kam. Bei dem verbliebenen Anstieg durfte man sich \u00fcber Schattenpassagen freuen und lernen, dass auch eine Steigung von 8 % geeignet ist, sich zu erholen. Nach einer rasanten kurzen Abfahrt ging es dann kurz hoch zum Col d\u00b4Agnes. Nach einer Mittagspause fuhren wir hinunter nach Saint Girons, wo wir in einem Schloss \u00fcbernachteten.\u00a0<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zweirad-kassel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_20210812_150121.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4973 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tag 4 war Hochzeitstag, nur diesmal ohne Ehemann. Es w\u00fcrde der h\u00e4rteste Hochzeitstag meines Lebens werden mit der sogenannte \u201eQueen-Stage\u201c, bei der es zun\u00e4chst \u00fcber den Col du Portet d\u00b4Aspet und anschlie\u00dfend den Col de Mente\u00b4 ging. Harmlos schl\u00e4ngelten sich bei beiden Bergen schmale Stra\u00dfen gen Gipfel, um mit teils giftigen Steigungen aufzuwarten. Danach ging es hoch zum Col de Peyresourde. Der gesamte Anstieg von 15 km lag in der prallen Sonne. Die letzten 2 km waren einsehbar und ich war schon erstaunt, wie lang 2 km sein k\u00f6nnen. Belohnt wurde man wieder mit einem unglaublichen Ausblick und einer schicken Abfahrt. \u00dcber idyllische Stra\u00dfen ging es zum Zielort Saint-Lary-Soulan. Am Schluss standen 122 km mit 2900 hm auf dem Tacho.\u00a0<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zweirad-kassel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/PXL_20210810_130253001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4976 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tag 5: der Tag des Tourmalet und meine pers\u00f6nliche Queen-Stage. Gesammelt habe ich an diesem Tag 75 km und 1950 hm. Als Vorspeise gab es den Col de Hourquette d\u00b4Ancizan (1564m) mit 10 km Anfahrt bei 8 % Steigung (1564m) und als Hauptgang den Col du Tourmalet (2115m), so zusagen das Dach der Reise. Den Tourmalet sind wir von Osten angefahren und konnten so eine 17 km lange Auffahrt genie\u00dfen. Die bekannten Beschreibungen, dass nach 10 km die angenehme Steigung ein j\u00e4hes Ende findet, man denkt, man f\u00fchre gegen eine Wand und die karge Landschaft um Mongi herum erleichtere die Sache nicht, sind zutreffend. Trost konnten die Waldpassagen bei km 12 und die \u00dcberdachungen spenden. Weniger Trost spendeten die alle km aufgestellten Schilder, die einem zeigten, was der n\u00e4chste Kilometer geschlagen hat.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Hinweisschilder gab es auch bei dem ein oder anderen Berg. Am Gipfel gab es die \u2013 mal wieder \u2013 beste Cola meines Lebens und ich wurde mit einer herrlichen Abfahrt belohnt. Allerdings waren die Temperaturen so, dass man dachte, man wird hei\u00df gef\u00f6hnt. In Luz-Saint-Sauveur waren wir in einem historischen Hotel untergebracht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zweirad-kassel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/PXL_20210809_144146473.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4975 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am letzten Tag fuhren wir nach Gavernie. 20 km mit 800 m Steigung f\u00fchlen sich nach den vergangenen Tagen gar nicht mehr so schwer an. Nach einer Wanderung zu den Wasserf\u00e4llen von Gavernie und der anschlie\u00dfenden R\u00fcckfahrt freuten sich jedenfalls meine Beine schon auf den Tag der Abreise, dem Wiedersehen mit der Familie und mal einen Tag die F\u00fc\u00dfe stillhalten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eure Nicole<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie alles begann:&nbsp;Jasmin fragte mich: \u201eHey, meine Freundin Marion organisiert eine Radreise in den Pyren\u00e4en. Hast du Lust mitzukommen.\u201c&nbsp;Meine Antwort: \u201eSchaffe ich das?\u201c Jasmin sagte: \u201eJa\u201c. Also sagte ich zu.&nbsp;&nbsp;Als dann aber die Reisebeschreibung kam, dachte ich mir nur: Was habe ich getan? Aber f\u00f6rdern und fordern sind mein Motto. 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