Radsport im Harz, wer kann da Nein sagen? Vor allem, wenn drei Rennen an drei Tagen auf dem Programm stehen. 

Los ging es am Freitagabend mit einem Bergzeitfahren auf den Brocken. 8 km mit durchschnittlich 5% Steigung. Der späte Start machte eine arbeitnehmerfreundliche Anreise möglich. Los ging es für die Amateure ab 20:00. Anfangs flach, zeigte sich der Brocken zwischendurch deutlich von seiner steilen Seite. Treten war angesagt. Mit knapp einer Minute Rückstand auf den Sieger, konnte ich einen recht zufriedenstellenden 5ten Platz erreichen. 

Speicher auffüllen und erholen war nun angesagt, denn am nächsten Morgen ging es für die Amateure bereits um 10:00 auf die Rundstrecke. 6 Runden á 12 km, gespickt mit knapp 110 hm, die auf sich zwei Anstiege verteilten, standen auf dem Programm. Absolutes „Highlight“ der Strecke: ein 300 Meter langes Kopfsteinpflasterstück 800 Meter vor dem Ziel. Eine wirklich anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke.

Die Amateure starteten zusammen mit den Junioren, die auch für ein Großteil der Attacken im Feld sorgten. Das Rennen begann recht gesittet. Lediglich an den Anstiegen wurde ordentlich angetreten, in den Flachstücken gingen es alle ruhig an, wohlwissend, dass bei den Windverhältnissen eine Flucht nach vorne allein oder zu zweit keinen Erfolg bringen würde. Das ein oder andere Mal ließ jedoch auch ich mich dazu hinreißen dem Feld zu enteilen – erfolglos. Das schnelle Tempo an den Anstiegen sorgte ab Runde drei dafür, dass einige Fahrer abfielen und auch auf den Flachstücken wurde es schneller und schneller. Keiner konnte sich absetzen und so ging es gemeinsam auf die letzte Runde. In der ich an den Anstiegen musste ich dann doch ordentlich kämpfen, um nicht abgehängt zu werden. Der durchwachsene Winter und der Mangel an echten Rennkilometern zeigte sich deutlich. 

In der Abfahrt hin zum entscheidenden Pflasterstück wurde es so schnell, dass ich einfach keine Positionen mehr gut machen konnte. Mein grundsätzlich eher schwacher Sprint tat sein Übriges, sodass ich als 7ter das Ziel erreichte. 

Ein großes Lob an den Harzer Radsportclub Wernigerode für das Organisieren einer solch genialen Veranstaltung! Es macht einfach Freude, zu sehen, was hier für die Sportlerinnen und Sportler auf die Beine gestellt wird. Dass der Bürgermeister von Osterwieck, wo das zweite Rennen stattfand, mit Leib und Seele dabei war, ist wohl ein entscheidender Faktor für das Gelingen eines solchen Unterfangens. Gerne wieder!

von Samuel